Island kämpft mit der dritten Covid-Welle

Island. Die dritte Covid-Welle schüttelt Island weiter heftig. Deutschland hat Island deshalb bereits als Risikogebiet eingestuft, auch die Schweiz rät von Reisen dorthin ab und verlangt bei Rückkehr Quarantäne. Ab heute gelten auf Island strengere Regeln: Maximal 20 Personen dürfen zusammenkommen. Bars und Fitnessstudios müssen wieder schließen.

Reykjavik

Island reitet auf der dritten Covid-Welle.

Island gehört zu den Ländern, die  das Konzept „Test-Trace-Isolate“  also viel Testen, Kontaktverfolgung und Quarantäne, von Anfang an konsequent durchgeführt haben. Dabei half, dass das örtliche Genforschungslabor deCode die Gesundheitsbehörde mit seinen Kapazitäten und Analysen unterstützte. Ohne diese Kapazitäten wären auch die Einreise-Massentests mit Ergebnis noch am selben Tag nicht möglich gewesen. Die Hoffnung war, dass dies reicht, um das Leben so normal wie möglich zu halten. Island hat seine Regeln immer wieder der Situation angepasst. Zuletzt galt ein Mindestabstand von einem Meter, wo dieser nicht eingehalten werden kann, muss Maske getragen werden. Bars und Restaurants mit Alkoholangebot mussten um 23 Uhr schließen.

Virus ist in der Gesellschaft weit verbreitet

Die Zahl der einheimischen Infektionen ist jedoch seit Mitte September nicht gesunken. Zudem werden nun auch wieder mehr Menschen schwer krank. Zurzeit sind 634 Personen mit einer Covid-19-Diagnose in Isolation, 13 Personen deshalb in Krankenhaus und davon liegen drei auf der Intensivstation. In dieser neuen Phase gab es jedoch noch keine Todesfälle. 2554 Menschen sitzen zuhause in Quarantäne, weil sie mit Infizierten in Kontakt waren. Dennoch waren in den vergangenen Tagen weniger als die Hälfte der neuen positiv Getesteten in Quarantäne, was auf eine weitere Virusverbreitung hindeutet. Island selbst gibt seine 14-Tage-Inzidenz mit 148,4 pro 100 000 Einwohner an. Die Einreisetests sind dabei nicht mitgezählt.

Obergrenze 20 Personen, Bars und Fitnessstudios müssen schließen

Auf Anraten des Infektionsschutzarztes hat die Regierung deshalb nun härtere Maßnahmen beschlossen: Maximal 20 Personen dürfen zusammenkommen. Es gibt dafür allerdings einige Ausnahmen, zum Beispiel für den Schulunterricht und für Läden. Kneipen, Bars, Nachtclubs und Spielhallen müssen schließen, ebenso Fitnessstudios. Schwimmbäder dürfen offen bleiben, aber die Zahl der Gäste wird je nach Platz beschränkt.

Für die wenigen Touristen, die trotz der Test- und Quarantänevorschriften einreisen, ändert sich nichts.

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