Meereis-Maximum in der Arktis war am 21. März

Arktis. Die maximale Ausdehnung des arktischen Meereises war vermutlich am 21. März. Das meldet das National Snow- and Ice Data Center aus den USA nach Analyse der jüngsten Satellitenbilder. Die Eisfläche umfasste im Maximum 14.77 Millionen Quadratkilometer. Im Ranking des kleinsten Meereis-Maximums liegt das Frühjahr 2021 damit gemeinsam mit 2007 auf Platz sieben seit Beginn der Messungen.

Meereis Maximum 2021

Meereis-Maximum 2021. Quelle NSIDC

Der Anfang der Eissaison verlief schleppend: In den russischen Randmeeren war das Wasser noch zu warm. Dann bekam auch Sibirien seine kalten Phasen. Die Ausdehnung folgt laut NSIDC ungefähr den Linien des Eisrand-Medians 1981-2010, mit ein paar auffälligen Ausnahmen: Nördlich von Spitzbergen und in der nordöstlichen Barentssee. Der nähere Blick auf norwegische Eiskarten zeigt, dass die Westküste Spitzbergens praktisch eisfrei ist, lediglich die innenliegenden Fjorde sind gefroren.  Die eisfreie Zone warmen Wassers reicht weit nördlich der Inselgruppe und auch für einen großen Teil der Nordküste. Nach dem norwegischen Eisdienst bewegt sich die Eisausdehnung um Spitzbergen nach Tagesform in den (Negativ-) Top Ten auf und ab. Eisbären, die Robben jagen wollen, müssen sich auf die andere Seite der Inselgruppe bewegen, wo es besser aussieht.

Eis auf der russischen Seite dünner

Eisdicke ARktis 2021

Eisdicken der Arktis, Quelle Polarportal.dk

Zu einer endgültigen Bewertung der Eissaison gehört natürlich nicht nur die Ausdehnung, sondern auch das Volumen und die Qualität des Eises. In den russischen Randmeeren gibt es nach den russischen Eiskarten zwar stellenweise schwere Bedingungen, aber nur noch Eis, das sich in dieser Saison neu gebildet hat. Nach den dänischen Eiskarten, die das Volumen sehr deutlich zeigen, ist das Eis auf der “russischen Seite” der Arktis deutlich dünner als nördlich von Grönland und Kanada. Das Volumen insgesamt liegt danach über dem von 2020 und 2017, aber unter 2018, 2019 und früheren Durchschnittswerten.

Nun ist das Meereis der Arktis wieder der Sonne ausgesetzt und wird langsam schrumpfen.

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