Kimmo Pohjonen – Ultra-Akkordeon in Hamburg

Finnland/Hamburg. „Akkordeon spielen“ sind Worte, die nur sehr unzureichend beschreibt, was Kimmo Pohjonen tut. Hamburg hat nun drei Tage lang die Gelegenheit, sich den 53-jährigen Finnen genauer anzusehen: im Film „Soundbreaker“ im Abaton-Kino oder live in der Elbphilharmonie.

Kimmo Pohjonen

Kimmo Pohjonen. Foto Kalle Björklid, CC BY-SA 3.0

Kimmo Pohjonen wuchs mit finnischer Volksmusik auf, lernte Akkordeon spielen  und studierte Folk und Klassische Musik an der Sibelius Akademie. Er begann, die Möglichkeiten des Instruments zu erforschen und die Grenzen zu auszudehnen – in der Zusammenarbeit mit Künstlern über alle Genres hinweg, aber auch mit Hilfe technischer Modifikationen an seinen Instrumenten. Bei „Ultra Organ„, dem Programm, das am Sonnabend in der Elbphilharmonie zu hören ist, hat er sein Akkordeon mit Orgel-Samples gespickt, die er im Duett mit der „echten Orgel“ zur Lightshow hören lässt.

Mit einem besonderen Projekt kam der Mann aus Südfinnland auch in den hohen Norden: 2011 eröffnete er mit der Wrestling-Show Arctic Score ( Video, ab min. 16.10) das damalige Barents Spektakel in Kirkenes (das gerade wieder stattfindet). Die Geschichte hinter der Show: Pohjonen hatte erfahren, dass früher zu den in Finnland und im ganzen Norden beliebten Ringkämpfen live auf dem Akkordeon gespielt wurde. An diese Tradition knüpfte er mit seinem damaligen Programm an und trat zusammen mit Kämpfern auf. Damit überzeugte er die Norweger offenbar: Zur Feier des 20-jährigen Bestehens der Barentskooperation 2013 luden sie ihn wieder nach Kirkenes ein, wo er mit Sportlern aus allen beteiligten Ländern zusammenarbeitete.

Livemusik und Dokumentarfilm

Neben seinem unkonventionellen musikalischen Ansatz pflegt er auch echt nordische Hobbys wie Eistauchen – zu sehen in dem Dokumentarfilm „Soundbreaker“ seines Landsmannes Kimmo Koskela. Dieser war in Deutschland bereits 2014 schon einmal zu sehen, wird nun aber anlässlich des Konzerts noch einmal in drei Vorstellungen vom Abaton gezeigt. Bei der ersten, heute Abend, 18.30 Uhr, werden Pohjonen, Koskela und Produzent Gernot Steinweg selbst anwesend sein. Am Samstag (24.2.)  und Sonntag (25.2.) läuft der Film noch einmal, jeweils ab 11 Uhr.

Hier der Trailer für „Soundbreaker“ – inzwischen gibt es den Film auch als DVD.

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