Island: Kerlingarfjöll und seine heißen Quellen jetzt geschützt

Island. Das Gebirgsmassiv Kerlingarfjöll liegt im isländischen Hochland. Von der Hochlandstraße F 35 (Kjalvegur/Kjölur) zweigt die F 347 zu dem Gebirge südlich des Hofsjökull ab. Am Fuße der halb schneebedeckten Berge mit Gipfeln über 1000 Meter liegen heiße Quellen. Das Gebiet Kerlingarfjöll und seine Umgebung wurden nun unter Landschaftsschutz gestellt.

Kerlingarfjöll

Kerlingarfjöll. Foto Umhverfisstofnun Íslands

Kerlingarfjöll heißt wörtlich Alte-Frau-Berge, nach einer 25 Meter hohen Felssäule, in die man auch einen Troll hineininterpretieren kann. Früher war die Gegend ein Sommerskigebiet – diese Zeiten sind vorbei dafür reicht der Schnee nicht mehr. Heute gibt es aber zahlreiche Wanderwege, über die man das sehr abwechslungsreiche Gebiet erkunden kann. Vom höchsten Gipfel Snækollur (1488 Meter) kann man bei guter Sicht sowohl das Meer im Norden als auch das im Süden sehen. Kerlingarfjöll sind das zweitgrößte Rhyolith-Gebiet auf Island nach dem Torfajökull-Areal, zu dem auch Landmannalaugar gehört.  Zur Region Kerlingafjöll gehören außerdem drei große Thermalgebiete: Hveradalir, Efri-Hveradalir und Hverabotn. Zum Baden eignet sich ein Pool etwa 1,5 Kilometer entfernt von Ásgarður. In Ásgarður gibt es ein Hotel, Hütten und einen Campingplatz.

Der Schutz dieses 344 Quadratkilometer großen Gebietes wurde schon vor vier Jahren von der Gemeinde angeregt. Nun ist das Dokument unterschrieben. Der Status als “landslagsverndarsvæði”, als Landschaftsschutzgebiet, soll den Charakter und die wertvollen Naturdenkmäler erhalten. Eine Nutzung zur Energiegewinnung ist nicht erlaubt und Neubauten dürfen nur mit Zustimmung der Umweltbehörde errichtet werden.

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