Helikopterabsturz auf Spitzbergen: Erster Toter gefunden

Spitzbergen. Das erste Opfer des Helikopterunglücks vor Barentsburg auf Spitzbergen am vergangenen Donnerstag ist gefunden. Das meldete die Inselverwalterin (Sysselmann) von Spitzbergen, Kjerstin Askholt, am Montagabend. Bereits am Sonntag war der abgestürzte russische Mi-8 auf dem Meeresboden lokalisiert worden.

Suche nach Vermissten vor Barentsburg

Suche nach Vermissten vor Barentsburg. Foto KV Barentshav

Er liegt auf 209 Meter Tiefe rund zwei Kilometer nordöstlich der Landspitze Heerodden. Etwa 130 Meter entfernt von dem Hubschrauber zeigten die Bilder des ferngesteuerten Mini-U-Boots auf dem Meeresboden auch den ersten der acht Vermissten. Askholt will ihn so schnell wie möglich bergen lassen. Die Suche nach den anderen gehe unvermindert weiter.

Der Helikopter war auf dem Rückflug von der verlassenen Siedlung  Pyramiden nach Barentsburg gewesen- An Bord waren drei russische Forscher und fünf Besatzungsmitglieder.

Zahlreiche Schiffe, Hubschrauber und Flugzeuge waren seit dem Unglück unter der Leitung der Rettungszentrale Nordnorwegens auf der Suche nach möglichen Überlebenden gewesen. In der Nacht auf Sonntag traf ein 40-köpfiges russisches Team mit Tauchern und anderen Fachleuten sowie Gerät vor Ort ein, die nun die örtlichen Kräfte unterstützen. Auch die Strände entlang des Isfjords wurden abgesucht

Helikopter auf dem Meeresboden

Helikopter auf dem Meeresboden. Foto G.O.Sars

Das Hubschrauber-Wrack wurde mit Hilfe des Sonars des eingeflogenen Mini-U-Boots Hugin, gesteuert vom Küstenwachschiff KV Barentshav,  und dem speziellen Echolot des norwegischen Forschungsschiffes G.O. Sars lokalisiert. Die G.O. Sars  hatte eine Kartierungsfahrt abgebrochen und Kurs auf Spitzbergen genommen und verfügt ebenfalls über ein Unterwasserfahrzeug.

Danach hatte die Rettungszentrale die Aufgabe an die Polizei und die Inselverwaltung abgegeben. Sysselmann Askholt hat nun ein Spezialschiff zur Hebung des Helikopters angeheuert, das voraussichtlich Mittwoch Abend auf Spitzbergen eintreffen wird. Bis dahin soll der Boden um das Wrack noch besser erforscht werden.

Die norwegische Havariekommission ist inzwischen vor Ort, um die Unfallursache zu klären. Auch die russischen Behörden wollen den Fall untersuchen.

Zu Vorgeschichte hier.

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