Frisbeegolf – eine Sportart für alle

Finnland. Sie stehen mitten im Wald oder in einem Park auf der grünen Wiese: Stahlgestänge, von denen Ketten herunterhängen, mit einer Art Korb. Es handelt sich um die Ziele für Frisbeegolf, auch Discgolf oder auf Finnisch Kiekkogolf genannt – ein in den nordischen Ländern sehr beliebter Sport. Im Gegensatz zum klassischen Golf ist Frisbeegolf sehr günstig auszuüben – man braucht nur die Frisbeescheibe, die Nutzung der Anlagen ist meist gratis. Doch man kann auch bis zum Profiniveau kommen. Gerade wurden in Finnland das Turnier European Open ausgetragen, berichtet Yle.

Discgolf Norrstrand

So sieht das „Loch“ beim Frisbeegolf aus.

Das European Open in Nokia fand zum zehnten Mal statt und ist das größte europäische Discgolf-Turnier – in einem Land, das sich dafür begeistert.  Bis vor wenigen Jahre toppte Finnland auch die Weltrangliste der meisten Discgolf-Anlagen pro Einwohner, wurde darin aber 2019 von Island überrundet. Außerdem in den Top Ten: Estland, Åland, Norwegen, Schweden, USA, Dänemark, Neuseeland, Kanada.

Die vielen kostenlosen Anlagen ermöglichen Frisbeegolf als günstigen Familien- und Breitensport. Wohin man zielen muss, wird jeweils auf Schildern zu den einzelnen „Löchern“ erklärt, von denen es neun oder auch 18 gibt. Die Wurfstrecken betragen zwischen 50 und 200 Meter. Bäume oder Büsche schaffen zusätzliche Herausforderungen.

Grundprinzip wie beim klassischen Golf

Flugbahn Discgolf

Hier muss man zwischen den Bäumen hindurch auf den Korb zielen (Norrstrand, Piteå)

Das Grundprinzip ist wie beim klassischen Golf: die Runde mit möglichst wenig Würfen auf die Körbe hinter sich bringen. Discgolf-Kurse auf der grünen Wiese mögen ein bisschen Ähnlichkeit mit einem klassischen Golfplatz haben, doch es gibt auch welche im Wald an lichten Stellen. Die Bodenbeschaffenheit ist in diesem Fall ja völlig unerheblich. Man kann mit gewöhnlichen Scheiben werfen. Leute mit Ambitionen benutzen eigens dafür gestaltete Frisbees, die kleiner, schwerer und aerodynamischer sind, bei den Turnieren müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein.

Für das Turnier in Finnland waren hochklassige Sportler auch von weit her gereist. Es gewannen Paige Pierce bei den Damen und Eagle McMahon bei den Herren, beide aus den USA. Neben den US-Spielern landeten fast ausschließlich Finnen in den Top Ten.

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