Elektroroller beschlagnahmt – nicht legal auf den Färöer

Tórshavn (Färöer). Elektroroller-Fans werden auf den Färöer auch weiterhin auf das trendige, aber umstrittene Vehikel verzichten müssen. Der isländische Unternehmer Ebbi Ásgeirsson hatte 50 Leih-Scooter dort aufgestellt, die die Polizei aber nur wenige Stunden später beschlagnahmte, weil sie nicht legal seien.

Elektroroller

Leih-Elektroroller (Symbolbild – nicht die beschlagnahmten in Tórshavn) Foto icsilviu/pixabay

Ebbi Ásgeirsson berichtete gegenüber Kvf.fo, dass er Fahrzeuge legal eingeführt, Zoll gezahlt und selbst die Polizei benachrichtigt hat. Da habe die Polizei sich lediglich für die Benachrichtigung bedankt. Nun erklärte ein Vertreter der Polizei, dass die färöische Verkehrsbehörde diese Art von Fahrzeug bei einem ähnlichen Versuch 2019 als „pocket bike“ eingestuft habe. Diese sind auf den Färöer illegal und aus dem Versuch 2019 wurde nichts. Ebbi Ásgeirsson weist daraufhin, dass „pocket bikes“ völlig andere Fahrzeuge seien, nämlich Minimotorräder. Er hofft, dass sich das Problem bald aufklärt. Ebbi Ásgeirsson ist Franchisenehmer der isländischen E-Scooter-Firma Hopp. Diese war im September 2019 die erste mit Leihscootern in Reykjavík auf Island und inzwischen auch in vielen anderen Orten auf der Insel.

Elektroroller haben sich in den vergangenen Jahren immer weiter in den Norden verbreitet, wenn auch noch nicht in jede Ecke. Am Mittwoch wurde der erste tödliche E-Scooter-Unfall aus Finnland gemeldet. Sowohl in Norwegen als auch in Schweden gab es schon mehrere. Dort heißt das Gerät übrigens elsparksykkel bzw. elsparkcykel. Auf Finnisch ist es ein sähköpotkulauta, auf Isländisch ein rafskútur (oder rafhlaupahjól) und auf Färöisch ein el-rennihjól.

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