Corona-Unsicherheit: Maskenpflicht in Longyearbyen

Longyearbyen/Spitzbergen (Norwegen). Spitzbergen war das ganze vergangene Jahr über coronafrei. Es gab hohe Hürden, um überhaupt auf die Insel zu kommen. Nun besteht die Befürchtung, dass es das Virus doch auf die Insel geschafft hat. Seit heute gilt bei zahlreichen Anlässen Maskenpflicht.

 Spitzbergen. Foto Thomas Christiansen

Aktuell befinden sich laut Svalbardposten “eine Handvoll” Touristen in Longyearbyen in Quarantäne. Sie waren zuvor auf dem Festland in Kontakt mit Infizierten und wurden durch die Kontaktnachverfolgung identifiziert. Um überhaupt nach Spitzbergen fliegen zu dürfen, muss man einen negativen Test vorlegen, der nicht älter als 24 Stunden sein darf. Ganz frische Infektionen werden dadurch bekanntlich aber  noch nicht erkannt. Die Ortsverwaltung von Longyearbyen hat deshalb angeordnet, dass in Geschäften, Restaurants und Unterkünften Mundschutz getragen werden muss, ebenso in Warteräumen, beim Frisör und anderen Gelegenheiten, wo der Abstand zu fremden Personen nicht möglich ist. Befreit davon sind Kinder unter zwölf Jahren sowie Schüler und Personal auf dem Gelände von Schule und Kita. Die Verpflichtung gilt zunächst bis 7. April. Sie soll aber nach dem Infektionsschutzgesetz aufgehoben werden, sobald es keinen Grund mehr dafür gibt. Es gab zuvor bereits eine Empfehlung zur Maske, die aber laut der Mitteilung schlecht befolgt wurde.

In dieser Woche wird in Longyearbyen das Sonnenfest gefeiert, denn seit dem 8. März ist dort die Sonne wieder zu sehen. Dazu reisen gerne Touristen an. In diesem Jahr war dies aus bekannten Gründen nur wenigen möglich.

Auf dem norwegischen Festland sind die Fallzahlen in den vergangenen Wochen gestiegen, die 14-Tage-Inzidenz beträgt nun 131 pro 100 000 Einwohner.

Früherer Artikel zum Thema: Spitzbergen-Bewohner in der Test-Klemme

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