14 Seeleute bei Brand auf russischem U-Boot verunglückt

Russland. 14 russische Seeleute sind bei einem Brand auf einem U-Boot in der Barentssee ums Leben gekommen. Das meldete zuerst das russische Medium RBK, inzwischen gab es auch eine offizielle Bestätigung über die Nachrichtenagentur TASS. Laut einer Quelle von RBK handelte es sich um ein Atom-U-Boot.

U-Boot

U-Boot (Symbolbild, nicht das aus dem Text). Foto Engin Akyurt, Pixabay

Das Feuer brach bereits am Montagabend aus. Die 14 Seeleute starben an einer Rauch- oder Gasvergiftung. In der über TASS veröffentlichten Meldung des Verteidigungsministeriums heißt es, das Feuer sei durch eine sich selbst opfernde Crew gelöscht worden. Das U-Boot habe im Interesse der Marine Messungen am Meeresboden vorgenommen. Das U-Boot befinde sich inzwischen in Seweromorsk, dem Haupthafen der Nordflotte.

Norwegische Medien (darunter NRK und der Barents Observer) waren an dem Vorfall besonders interessiert, denn Seweromorsk ist keine 200 Kilometer von der norwegischen Grenze entfernt, und die Fischbestände der Barentssee werden gemeinsam verwaltet. Offiziell ist bisher nicht gesagt worden, um welchen Fahrzeugtyp es sich handelt. Laut einer Quelle von RBK ist es ein 74 Meter langes Atom-U-Boot namens Loscharik vom Typ AS-12. Dies ist inzwischen bestätigt. Ein Zivilist, der an Bord war, überlebte. Das U-Boot ist nun in Seweromorsk.

Das Unglück weckt Erinnerungen an 2000: Damals sankt das russische Atom-U-Boot Kursk in der Barentssee, 118 Menschen starben. 1989 starben 42 Seeleute beim Untergang der Komsomolez.

(letztes Update 10.7.)

 

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