Norwegen: Nur noch barfuß im Marmorschloss

Rana (Norwegen). Marmorslottet, das Marmorschloss, eine Felsformation im Nationalpark Saltfjellet-Svartisen, hat sich in den letzten Jahren zu einem schlecht gehüteten Geheimtipp entwickelt. Das hat seinen Preis: Sand und Kies an den Bergstiefeln der Besucher machten den Marmor unansehnlich. Nun ruft die Nationalparkverwaltung dazu auf, die Schuhe auszuziehen, um das Schmuckstück zu erhalten. Darüber berichtete NRK.

Marmorslottet

Marmorslottet. Foto Maciek/Flickr, CC BY-NC-SA 2.0

Es ist tatsächlich Marmor, den man da am Fluss Glomåga findet, in dekorativen, von Wasser und Eis geschaffenen Formen. Glomåga speist sich aus dem Schmelzwasser des Gletschers Svartisen. Das Problem: Marmor ist weicher als das, was die Besucher an ihren Schuhen und Stiefeln mitbringen. An Stellen, die häufig betreten werden, haben sich deshalb schon schmutzige kleine Löcher gebildet. Indem die Besucher nun gebeten werden, diese kunstvolle Natur-Skulptur ohne Schuhe zu betreten, soll weiterer Schaden verhindert werden. Socken sind auch erlaubt.

Bisher wurde Marmorslottet gar nicht groß als Ziel beworben, doch es ist äußerst Foto- und Instagram-freundlich, was einen Teil seines Erfolgs ausmachen dürfte. Man erreicht die Stelle nur zu Fuß nach einem Fußmarsch von Fisktjønna aus, nördlich von Mo i Rana.  Im Gespräch ist nun, die Schlossbesucher mithilfe von mehr Information, aber auch Infrastruktur wie Parkplatz und Toiletten, besser zu empfangen. Angedacht ist auch eine Aussichtsplattform. Damit soll die Formation geschützt werden.

Erfahrene Besucher raten dazu, das Marmorschloss später im Jahr zu besuchen. Dann führt der Fluss weniger Wasser und es gibt mehr Felsen zu sehen und zu erforschen.

Mehr zum Gletscher Svartisen: Svartisen. Annäherung an einen Gletscher.

Video zum Marmorslottet:

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