Hohe Strafen für Angeltouristen wegen Fisch-Schmuggels

Norwegen. Einen Jahresvorrat Fisch wollten offensichtlich fünf deutsche Touristen am Samstag aus Norwegen mit nach Hause nehmen – und scheiterten am aufmerksamen Zoll an der Fähre in Oslo. Das berichtete die Fischereibehörde in einer Pressemitteilung.

Angelbrücke

Norwegen bietet gute Bedingungen zum Angeln.

Erlaubt sind 10 Kilogramm pro Person für private Angler. Wenn man bei einem registrierten Angeltouristik-Unternehmen war, darf man 20 Kilogramm mitnehmen. Das Quintett, das auf die Fähre nach Kiel wollte, hatte 205 Kilogramm Fisch zu viel. Sie mussten zusammen 81.000 norwegische Kronen ( umgerechnet aktuell 8357 Euro) Strafe zahlen. Am Tag darauf machte der Zoll einen weiteren Fang: Zwei deutsche Angler mit 80 Kilogramm Fisch zu viel (32.000 NOK/3301 Euro).

Norwegen hat seine Strafen für Fisch-Schmuggel massiv verschärft, um abzuschrecken. Der Fisch-Schmuggel mache es schwer, eine Übersicht über die Entnahme der Ressourcen aus dem Meer zu behalten, so die Begründung der Behörde auf der Internetseite. Seriöse Unternehmen würde außerdem darunter leiden. 2018 wurden 6,5 Tonnen Fisch beschlagnahmt.

Zu den Strafen für die Fisch-Schmuggler kam dann auch noch ein neues Fährticket, wie es in der Pressemitteilung heißt – offenbar hatten die Angler durch die Prozedur auch noch das Schiff verpasst.

Mehr zum Angeln in Norwegen siehe auch im Video am Ende von Wenn der falsche Lachs an den Haken geht

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