Nord-Länder beim ESC: Island und Finnland in den Top Ten

Rotterdam (Niederlande). Måneskin aus Italien hat den Eurovision Song Contest gewonnen, vor Frankreich und der Schweiz.  In den Top Ten landeten aber auch zwei Nord-Länder: Daði og Gagnamagnið aus Island auf dem vierten, Blind Channel aus Finnland auf dem sechsten Platz.

Daði og Gagnamagnið

Daði og Gagnamagnið, Island. Foto Thomas Hanses/ EBU

Die Isländer mit ihrem eigenwilligen Stil gehörten schon im Vorjahr zu den Favoriten und wurden auch mit dem neuen Lied „10 Years“ hoch gehandelt. Ärgerlich für sie, dass zwei Teammitglieder positiv auf Corona getestet wurden, einer davon hätte auch auf die Bühne gehen sollen. An der Bühnenshow wollten Daði Freyr Pétursson und der Rest der Band aber nichts ändern – und so blieb ihnen nur das Warten im Hotelzimmer, während ihre Aufnahme aus der Probe abgespielt wurde. Sie bekamen 180 Punkte von den Zuschauern und 198 von der Jury.

Platz 6 für Blind Channel aus Finnland

Blind Channel

Blind Channel aus Finnland. Foto Andres Putting/ EBU

Dass das Publikum gerne auch mal härtere Töne hört, zeigte sich an Siegerband Måneskin, deren Name übrigens eine Idee der dänischen Bassistin war.  Auch die Band Blind Channel aus Finnland kam mit ihrem „Violent Pop“-Lied „Dark Side“ gut an. Sie erhielt mehr als doppelt so viele Punkte von den Fernsehzuschauern (218) wie von der Jury (83). Die sechsköpfige Band wurde 2013 gegründet, stammt aus Oulu und ist auch schon in Wacken aufgetreten.

Tusse auf Platz 14, Tix auf Platz 18

Tusse

Tousin „Tusse“ Chiza, Schweden. Foto Andres Putting/ EBU

Der Beitrag aus Schweden kam von Tusse, eigentlich Tousin Chiza. Vor seinem Sieg beim Melodifestivalen hatte er zwei Talentwettbewerbe gewonnen. Mit seinem Lied „Voices“ erreichte er den 14. Platz. Der heute 19-Jährige kam als unbegleiteter Flüchtling aus dem Kongo mit acht Jahren nach Schweden und macht nun Abitur. Tusse erhielt 63 Punkte vom Publikum und 46 von der Jury.

Tix

Andreas Haukeland alias TIX, Norwegen. Foto Thomas Hanses/ EBU

Andreas Haukeland alias Tix, wurde von den Zuschauern  sogar vier Mal besser bewertet (60 Punkte)  als von der Jury (15 Punkte). Er kam damit auf den 18. Platz. Das Phänomen dürfte Haukeland bekannt sein: In Norwegen war er im vergangenen Jahr der am meisten gestreamte Künstler, aber viele Kritiker gaben ihm keine Chance. Mit seinem Künstlernamen spielt er auf seine Tics an – er leidet unter dem Tourette-Syndrom.

(Alle Punkte nach Eurovisionworld.com)

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Beiträge zum ESC 2021: Tix für Norwegen, Blind Channel für Finnland

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