Finnland: Bären aus Wildpark entkommen – erschossen

Kuusamo (Finnland). Nur kurz dauerte die Freiheit einer Bärin, die aus dem privaten Raubtierpark in Kuusamo entwich. Da es nicht gelang, sie einzufangen und zu betäuben, wurde sie erschossen. Es war nicht das erste Problem des Suurpetokeskus: Das Zentrum befindet sich bereits wegen seiner Tierhaltung im Fokus der Behörden. Darüber berichtete Yle.

Europäischer Braunbär

Europäischer Braunbär (Symbolbild), Foto Alexas Fotos/pixabay

Im jüngsten Fall entkam die 20-jährige Bärin Nätti durch eine vermutlich versehentlich offengelassene Tür in den Wald. Zunächst glaubten die Behörden, sie könnten das Problem selbst lösen, die Bärin mit Futter locken und betäuben. Der Versuch misslang. Die Polizei wurde erst einen Tag später benachrichtigt. Die Bärin wurde schließlich  erschossen. 

Schon im April war ein Bär entkommen und hatte den Geschäftsführer verletzt. Der Mann erlitt Bisse und Kratzer und musste ins Krankenhaus. Der Bär wurde erschossen.

Die Anlage in Kuusamo stand nach einer überraschenden Inspektion der Aufsichtsbehörde auch wegen Mängeln bei Haltung und Ernährung in der Kritik. Ein Teil der Mängel soll inzwischen behoben sein. Doch dass innerhalb eines Jahres gleich zwei Bären entkommen konnten, spricht nicht für die Anlage. Es ist noch unklar, ob die Aufsichtsbehörden das Zentrum weiter genehmigen oder schließen.

Früherer Artikel zu Bären:

Finnland: Zahl der Bären leicht gesunken – niedrigere Jagdquote

Dieser Beitrag wurde unter Biologie, Finnland veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.