Eisbär statt Kabeljau-Nachwuchs angelockt

Spitzbergen (Norwegen). Wissenschaftler des norwegischen Meeresforschungsinstitutes wollten herausfinden, wie viel Kabeljau-Nachwuchs in den Fjorden Spitzbergens schwimmt. Dazu platzierten sie in den Fjorden jeweils einen Hering als Köder, eine Kamera, eine Reuse und eine Boje als Markierung. Bei Hornsund lockten sie jedoch ein ganz anderes Tier an: einen Eisbären. Darüber berichtet das Institut auf seiner Website und bei Svalbardposten. 

Der Eisbär macht sich über den Hering her. Screenshot aus dem Video des Meeresforschungsinstitutes.

Nicht nur die Menge Kabeljau-Nachwuchses ist für die Forscher interessant, sondern auch die Genetik. Denn möglicherweise gibt es eine eigene Kabeljau-Art bei Spitzbergen. Doch die Expedition bot auch eine Überraschung. Denn als die Crew im Hornsund ihre übliche Versuchsanordnung einrichtete, erschien ein Eisbär am Strand. Gerade fertig geworden, zog sich die Crew zurück und hinterließ das Gerät mit einer Boje markiert. 

Boje kaputt, Kamera unversehrt

Als sie später zurückkamen, waren weder der Eisbär noch die Boje zu sehen. Da das Wasser dort aufgrund der vielen von den Gletschern eingetragenen Sedimente nicht klar ist, mussten sie nach dem Gerät mit einem Haken am ungefähren Ort suchen und fanden es auch. Die Boje, so zeigte sich, hatte Löcher, nachdem der Eisbär damit gespielt hatte. Und von dem Hering war nicht mehr so viel da. Doch die 4000-Euro-Kameraausrüstung war unversehrt. 

Der Film zeigte schließlich den Wissenschaftlern, was unter Wasser passiert war: Der Eisbär war immer wieder nach Köder getaucht, bis er genug hatte.

Das ganze Video:

Mehr Videos zu Natur im Norden:  Bjørnøya – das Schlüsselobjekt für Seevögel im Norden

Dieser Beitrag wurde unter Biologie, Meer, Norwegen, Spitzbergen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen für den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert