Grönland. Die Gesamt-Massebilanz des grönländischen Inlandeises endete auch in der Saison 2025/2026 im Minus – und das zum 30. Mal in Folge. Der Eisverlust von rund 173 Milliarden Tonnen ist zwar nicht der größte in der zurückliegenden 30-Jahres-Periode, doch es bleibt eine konstante Tendenz zum Verlust. Das meldete das geologische Forschungsinstitut für Dänemark und Grönland, GEUS.
Ein Gletscherjahr dauert vom 1. September bis zum 31. August. Damit wird ein kompletter Zyklus von Wachstum im Winter und Abschmelzen im Sommer erfasst. Für das grönländische Inlandeis begann die Saison 2025/2026 mit einem Winter, in dem vergleichsweise wenig Schnee fiel. Dafür begann der Sommer auch vergleichsweise kühl. „Ab Ende Juli änderte sich das Wetter deutlich, und die Hitze brachte die Schmelze richtig in Gang“, so Martin Stendel von GEUS.
Eisverlust durch Schmelzen und Kalben
In die Gesamtbilanz fließen zwei Prozesse ein: die Oberflächen-Massebilanz, die aufgrund des anfangs kühlen Sommers vergleichsweise gut ausfiel, und der Eisverlust durch kalbende Gletscher. Insgesamt ergab dies für das grönländische Inlandeis einen Eisverlust von rund 173 Milliarden Tonnen. Für die Erfassung der Eismengen werden verschiedene Verfahren kombiniert: automatische Messstationen, Satellitenmessungen, Luftbilder und Modellberechnungen.
Die jährliche Gesamt-Massebilanz kann aufgrund der vielen unterschiedlichen Faktoren stark schwanken. So ist der Verlust dieses Jahr zwar größer als die beiden Jahre davor, aber weit entfernt vom Negativ-Rekordjahr 2012, als der Verlust 458 Milliarden Tonnen betrug. Ein weiteres Jahr mit einem hohen Defizit war 2019 mit 434 Milliarden Tonnen Eisverlust. Das letzte Jahr mit einer positiven Gesamtbilanz war 1996, als ein Zuwachs von 134 Milliarden Tonnen registriert wurde.
Damit hält die Verlustserie nun schon 30 Jahre an. Eine Entwicklung mit derselben Tendenz über 30 Jahre ist für Meteorologen signifikant – 30 Jahre dauert eine ganze klimatologische Referenzperiode. Das Abschmelzen des grönländischen Inlandeises trägt auch zum steigenden Meeresspiegel bei.
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Als messerscharfe Analysten wissen Sie ja selbst am besten: Eine 30-jährige Klimaperiode entspricht in der Makro-Statistik exakt einem einzigen Stichprobenumfang von N = 1 – und bei 40 Jahren stehen wir bei atemberaubenden N = 1,33.
Da man unterhalb von N = 6 bekanntlich überhaupt keine Statistik betreiben sollte, um sich nicht komplett lächerlich zu machen, ist dieses vermeintliche Dauerschmelzen mathematisch gesehen, per Definition, bisher reines Wetterrauschen.
Ein schmelzender Eisberg macht schließlich noch keinen Klimawandel, sondern statistisch erst mal nur nasse Füße für genau einen Beobachter.
Wenn wir das Ganze zudem in den Kontext echter mittelfristiger Naturphänomene setzen – z.B. wie dem Bond- oder Dansgaard-Oeschger-Zyklus, die im Rhythmus von 1.500 bis 5.000 Jahren pulsieren –, sind Ihre 30 Jahre Datenmaterial statistisch gesehen nicht einmal ein Wimpernschlag, sondern ein mikroskopischer Rundungsfehler.
Wahrscheinlich hat in Grönland im Juli nur mal kurz jemand das Kühlschrankfenster offengelassen.
Wir atmen jetzt also alle mal tief durch, ignorieren die kalbenden Gletscher und sprechen uns im Jahr 2176 wieder. Erst dann haben wir nämlich die statistische Mindestvoraussetzung von sechs vollen Perioden (180 Jahre) erfüllt, um überhaupt wissenschaftlich darüber zu streiten, ob Grönland gerade baden geht oder sich das Eis nur eine epische Auszeit gönnt. Bis dahin: Weiterschlafen!
Und kommen Sie jetzt bloß nicht mit: Diesmal ist es anders, oder?