Grönland. Gestern wurde Grönlands neuer Nationalpark in Westgrönland offiziell eingeweiht und erhielt einen grönländischen Namen: „Pilivik“. Das meldete diee Regierung. Der Park umfasst 22 000 Quadratkilometer zwischen Kangerlussuaq und der Disko-Bucht. Er ist weiterhin offen für die traditionelle Nutzung, mit Ausnahme einiger Gebiete zu bestimmten Zeiten.
Der Name „Pilivik“ bedeutet ungefähr „Vorratskammer“ – das ist es, was das Gebiet für die Einheimischen bedeutet. Hier versorgte man sich mit Rentier, Moschusochse und Saibling für den Winter. Und so soll es auch bleiben: Die Natur soll erhalten werden, damit auch die nächste Generation diese Praxis ausüben kann. Es gelten allerdings Schonzeiten in bestimmten Gebieten, damit die Rentiere, Enten, Gänse und Robben auch in Ruhe ihren Nachwuchs bekommen und aufziehen können, und somit der Bestand gesichert ist. Der Name wurde durch einen Wettbewerb ermittelt – die Bürger waren aufgerufen, Vorschläge zu machen. „Pilivik“ ist der Name für das gesamte Gebiet in den Nationalpark-Grenzen. Die einzelnen Ortsnamen bleiben, wie sie sind.
Der Schutz für den neuen Nationalpark gilt bereits seit dem 1. Juni. Es ist der erste von Grönland selbst angeregte und entwickelte Nationalpark. Die Kommunen Qeqertalik und Qeqqata hatten ihn zusammen mit der Wild Nature Foundation angeregt und die Bürger in die Entwicklung mit einbezogen. Finanziert wurde dies größtenteils aus dem EU-Programm Green Growth.
Der große Nationalpark Nordwestgrönland wurde 1972 noch vom dänischen Folketing beschlossen.
Früherer Artikel zum Thema:

