Vermisster Skiläufer auf Spitzbergen tot gefunden

Spitzbergen (Norwegen). Mehrere Tage lang wurde auf Spitzbergen nach einem vermissten Skifahrer gesucht. Am vergangenen Donnerstag wurde er tot in einer Gletscherspalte des Skilfonna gefunden. Es handelt sich um den 75-jährigen bekannten Polarfahrer Miroslav Jakeš aus Tschechien. Das meldeten Sysselmesteren, Svalbardposten und Radio Prague International.

Karte

Der Skilfonna befindet sich auf Süd-Spitzbergen. Quelle: Norsk Polarinstitut

Miroslav Jakeš galt als erfahren und fit. Er war 1993 der erste Tscheche, der auf Skiern zum Nordpol reiste und hatte dies noch mehrfach wiederholt. 1996 durchquerte er Grönland ohne Kommunikationsmöglichkeiten.

Jakeš war am Montag, 6. April, als vermisst gemeldet worden. Zum letzten Mal war er am Donnerstag, 2. April, mit jemandem in Kontakt gewesen. Schon am Dienstag sichtete eine Suchcrew im Hubschrauber Skispuren am Skilfonna auf Süd-Spitzbergen, konnte aber wegen des Wetters nicht landen. Es wurde vermutet, dass er in der Gletscherspalte umgekommen war. Am Freitag wurde der Körper in einer mehrstündigen Aktion von der Rettungshelikopter-Crew aus der Gletscherspalte geborgen. Sysselmester Lars Fause nannte es eine „herausfordernde Aufgabe“ in einer „lebensgefährlichen Umgebung“, aber für die Angehörige bedeute dies sehr viel. 

Loch über der Gletscherspalte

Die veröffentlichten Bilder in Svalbardposten vom Boden und aus der Luft lassen vermuten, dass die Gletscherspalte von einer Schneebrücke überdeckt war, die aber nicht hielt. Auf den Bildern sind Skispuren zu sehen, die auf ein Loch zulaufen.

Gletscherspalten sind tückisch. Zwei Beispiele aus Grönland:

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