Grönland. Die beabsichtigten Probebohrungen nach Öl auf Nunap Qeqqa/ Jameson Land werden nicht mehr in diesem Jahr stattfinden. Das teilte gestern die grönländische Regierung mit. Grund dafür sei, dass für die Genehmigung noch verschiedene Schritte erforderlich seien, die Zeit brauchten. Kurz zuvor hatte die Ölgesellschaft 80 Mile eine ähnliche Meldung herausgegeben. Darüber berichtete Sermitsiaq.

Das potenzielle Ölvorkommen unter Jameson Land befindet sich in Ostgrönland. Markierungen sel /Karte: Uwe Dedering/ Wikimedia, CC BY-SA 3.0,
Eigentlich hatte es 80 Mile sehr eilig gehabt. Erst am Tag zuvor hatte 80-Mile-Direktor Roderick McIllree die Befürchtung geäußert, Investoren könnten abspringen, wenn der Genehmigungsprozess sich so lange hinziehe. In Bearbeitung sind die Dokumentationen zu den Umweltauswirkungen und den gesellschaftlichen Auswirkungen. Danach muss noch eine öffentliche Anhörung stattfinden. Die Regierung verwies auch darauf, dass es vor einer Genehmigung nicht erlaubt sei, das Gerät nach Grönland einzuführen. Der Stand des Genehmigungsprozesses ist auf dieser Seite der Regierung nachzulesen.
Grönland hatte eigentlich 2021 neue Ölsuche verboten. 80 Miles hat aber White Flame Energy übernommen, die noch eine alte Lizenz hatten. Neuer Partner ist dabei Greenland Energy Company, die die Probebohrungen finanzieren und damit Anteile erwerben wollte, Greenland Energy gab gestern bekannt, dass man am Engagement festhalte.
In Ittoqqortootmiit, der nächsten Siedlung, ist das Projekt äußerst unbeliebt. Man fürchtet Umweltverschmutzungund einen Verlust der Jagdgründe.
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