Islands erster Windpark jetzt in Betrieb

Island. Islands erster Windpark, Vaðölduver, wurde gestern in Betrieb genommen – bei schönstem Sonnenschein, aber wenig Wind. Von den insgesamt 28 Anlagen stehen bisher erst 14, die übrigen sollen im kommenden Jahr aufgestellt werden. Darüber berichtete RÚV und Betreiber Landsvirkjun selbst.

Windpark Vaðölduver, hier noch in der Bauphase. Foto Landsvirkjun

Landsvirkjun, der staatseigene Energieerzeuger Islands, sieht Windkraft als eine gute Ergänzung zu den bestehenden Wasserkraftwerken: Auf Island blase es vor allem im Winter stark, genau dann, wenn der Zufluss in die Speicherbecken aufgrund des Frosts am geringsten sei. Das trage auch dazu bei, dass die vorhandene Wasserkraft besser genutzt werden könne. Die Anlagen sind 150 Meter hoch und stehen südlich des Stausees Sultartangalón. Damit existieren bereits Überlandleitungen, die genutzt werden können. Für den Anschluss der Windkraftanlagen an das Netz wurde ein neues Umspannwerk gebaut. 

Großverbraucher Industrie

Neben Wasserkraft und Geothermie bekommt Island damit eine dritte regenerative Energiequelle. Es sind allerdings nicht die isländischen Haushalte, die so viel brauchen: 80 Prozent der isländischen Stromerzeugung werden von der wegen der günstigen Energiepreise dort angesiedelten Schwerindustrie genutzt, zum Beispiel den Aluhütten. 

Mit 150 Metern mögen die isländischen Anlagen im Vergleich zu den neuesten Modellen nicht sonderlich hoch sein – trotzdem war der Transport vom Hafen Þorlákshöfn 130 Kilometer ins Inland ein Riesenaufwand: Island bekommt seinen ersten Windpark: Vaðölduver

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