Spitzbergen (Norwegen). Eigentlich sollte es Rentieren auf Spitzbergen aktuell bestens gehen – Futter ist leicht zugänglich. Doch im Reindalen und Adventdalen wurden bisher 13 ohne ersichtlichen Grund verstorbene Rentiere gefunden. Der Sysselmester fordert dazu auf, alle toten Rentiere zu melden. Darüber berichtete Svalbardposten.
Dank des frühen Frühlings hatten die Rentiere im Adventdalen den Winter gut überstanden – danach wurden nur zwei Kadaver gefunden. Über den langen Winter sterben normalerweise die schwächsten Tiere aufgrund der schlechten Ernährungssituation.
Doch bei der jährlichen Bestandszählung stießen die Forscher auf bisher 13 erst kürzlich verstorbene Rentiere, bei denen die Todesursache nicht offensichtlich war. Es handelte sich um Tiere im besten Alter, zwei männliche und elf weibliche. Es seien die Tiere, die normalerweise die größte Widerstandskraft hätten und am wenigsten anfällig für Krankheiten seien, so Vebjørn Veiberg vom Norwegischen Institut für Naturforschung (NINA) zu Svalbardposten. Die Tiere hätten gut ausgesehen. Eins hätte allerdings etwas Blut um das Maul gehabt, ansonsten gebe es wenige Hinweise darauf, was geschehen sein könnte. In einigen Fällen seien Kälber beobachtet worden, die offenbar ihre Mutter verloren hatte. Drei Tiere wurden noch im Juli obduziert und Proben genommen. Das Ergebnis liegt aber noch nicht vor.
Der Sysselmester ruft dazu auf, alle entsprechenden Funde zu melden.
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