Letzter Sommer für Besucherzentrum von Andøya Space

Andøya (Norwegen). Das Besucherzentrum von Andøya Space auf den Vesterålen öffnet heute nach der Winterpause zu seiner letzten Saison. Bis Ende September kann man dort noch täglich das virtuelle Raumschiff Aurora und den Escape Room besuchen. Ende September ist endgültig Schluss: Ein wirtschaftlicher Betrieb sei nicht ohne Investitionen möglich, und Andøya Space wolle sich auf seine Kernaufgaben konzentrieren, teilte das Unternehmen mit

Spaceship Aurora. Foto Andøya Space

Das Besucherzentrum wurde 2014 eingerichtet, mit dem Ziel, Begeisterung für die Raumfahrt zu wecken. Im virtuellen Raumschiff Aurora gibt es eine interaktive Ausstellung für alle Altersgruppen mit Raketen basteln, Astronautentraining und „Nordlyskabinett“ zur Nordlichtforschung. Im Escape Room (Escape 42) geht es um nichts weniger als die Welt zu retten.  

Kerngeschäft Raketenstarts

Das Kerngeschäft von Andøya Space ist dagegen seit sechs Jahrzehnten, echte Raketen ins All zu schießen – von Beginn an Höhenforschungsraketen und Forschungsballone, seit Neuestem auch Orbitalraketen mit Kleinsatelliten. Der erste erfolgreiche Flug hätte dieses Frühjahr stattfinden sollen. Die Raketenfirma Isar Aeropace hatte den Start letztlich abgebrochen und ist noch dabei, einen erkannten Fehler zu beseitigen. Aber die technischen Möglichkeiten vor Ort sind bereit.

Wachsende Aktivitäten

Weitere Geschäftsfelder von Andøya Space sind Techniktests zu militärischen Zwecken und seit einiger Zeit auch Drohnen. 90 Prozent der Einrichtung gehören dem norwegischen Staat, zehn Prozent dem norwegischen Rüstungsunternehmen Kongsberg Defence & Aerospace. Aktuell wachsen die Aktivitäten, das Unternehmen arbeite eng mit norwegischen und internationalen Partnern in den Bereichen Raumfahrt, Luftfahrt, Verteidigung und öffentlicher Sicherheit zusammen, schreibt Bladet Vesterålen. Deswegen habe Andøya Space nun Räume in Bodø angemietet, zusätzlich zu Büros in Oslo und Tromsø. Diese Büros seien auch wichtig, um die Verbindungen zu Behörden, Wirtschaft und Forschung zu pflegen, so Geschäftsführer Ketil Olsen zu dem Medium.  

Zu den jüngsten Raketenstart-Versuchen:

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