Kaisepakte (Schweden). Wieder einmal ist ein Erzzug entgleist – diesmal zwischen Kaisepakte und Stordalen, ein Stück südöstlich von Abisko. Deshalb kann aktuell kein Zug weiter nördlich fahren als Kiruna. Nach bisherigen Informationen ist der Schaden nicht so umfangreich wie bei früheren Entgleisungen, aber es ist noch unklar, wann die Strecke wieder geöffnet werden kann. Darüber berichteten SVT und SR.

Die Unglücksstelle liegt zwischen Stordalen und Kaisepakte südöstlich von Abisko. Karte sel/ openstreetmap
Die Entgleisung geschah in der Nacht zu Sonntag. Es handelt sich um einen Erzzug von LKAB, bei dem im Bereich einer Weiche zwei Wagen neben das Gleis gerieten, aber nicht umfielen. Der Zug fuhr dort mit geringer Geschwindigkeit. Voraussichtlich müssen 20-25 Bahnschwellen, eine Weiche und gebrochenes Gleis ausgetauscht werden. Verglichen mit der Entgleisung vom Dezember 2023 ist das wenig, deshalb besteht die Hoffnung, dass der Verkehr nun nicht allzu lange stillstehen muss. Über die Ursache ist noch nichts bekannt.
Erinnerung an die Entgleisung Ende 2023 und ihre Folgen
Im Dezember 2023 entgleiste ein beladener Erzzug bei Vassijaure. Zwei Monate lang war die Strecke total gesperrt, unter anderem musste 25 000 neue Bahnschwellen plus Gleise verlegt werden. Wie sich herausstellte, war die Ursache ein haarfeiner Riss in einem Rad. Kurz nach der Reparatur geschah eine weitere Entgleisung an einer anderen Stelle, die aber glimpflicher ablief. Der Personenverkehr durfte erst ein halbes Jahr später wieder bis Narvik durchfahren, da die bei tiefster Kälte im Winter verlegten Gleise erst noch bei wärmeren Temperaturen überprüft werden mussten.
Busse statt Personenzüge
Die aktuelle Entgleisung bedeutet für die Fahrgäste in SJ-Personenzügen Richtung Narvik, dass sie voraussichtlich schon in Luleå / Boden in Busse steigen müssen. Norrtågs Verbindung Luleå-Kiruna ist zwar von diesem Unglück nicht betroffen, muss aber ebenfalls Busse einsetzen, weil zu viele Wagen kaputt sind.
Zur Entgleisung Ende 2023: Erzzug-Entgleisung 2023: Kleine Ursache, großer Schaden
