Schweden/Norwegen/Finnland. Der Sturm, der am Wochenende über Skandinavien und Finnland zog, hat eine Spur der Verwüstung hinterlassen, und noch immer sind einige Haushalte ohne Strom. In Schweden starben drei Männer an unterschiedlichen Orten durch umstürzende Bäume. Am stärksten war der Wind im Fjäll: Am Stekenjokk im Jämtland, nahe der Grenze zu Norwegen, wurden 39, 6 Meter pro Sekunde und in Böen sogar 47,1 Meter pro Sekunde gemessen.
Der Sturm wurde in Schweden „Johannes“ und in Finnland „Hannes“ genannt, in Norwegen erfüllte er noch nicht die Kriterien für einen Namen. Er deckte mehrere Häuser ab und entwurzelte zahlreiche Bäume, die auf Straßen, Gleise, Stromleitungen, Häuser und auch Autos fielen. Meist ging dies glimpflich aus. Drei Männer in Schweden allerdings erlitten tödliche Verletzungen durch fallende Bäume: einer bei Gävleborg, einer bei Härnösand und einer in Hofors.
Neben den Stationen im Fjäll maßen die an der Küste von Nordland die höchsten Werte. Auf Værøy wurde eine Böe mit 46,3 Metern pro Sekunde gemessen, am Flughafen von Leknes 44,5 Meter pro Sekunde. Möglicherweise auch noch mehr – doch da verabschiedeten sich die beiden Windmesser am Flughafen Leknes. Deshalb konnte der Flughafen auch nach Abflauen des Sturms nicht in Betrieb gehen und bleibt vorerst geschlossen, als Ersatz wird Svolvær angeflogen. Die Flughäfen in Bodø und Tromsø mussten wegen Glätte, Wind und Schnee gestern erneut schließen, auch die anderen Verkehrswege waren beeinträchtigt.
Die Stromausfälle aufgrund des Sturms waren weiträumig und umfangreich. In Norwegen und Schweden waren zeitweise jeweils mehr als 40 000 Haushalte ohne Strom, in Finnland soger mehr als 180 000. Bei einigen Haushalten war die Stromversorgung auch gestern abend noch nicht wiederhergestellt. Daraus können auch Probleme beim Mobilfunknetz und bei Notrufen entstehen.
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