Bergbau Grönland: 2025 gab es drei neue Abbaulizenzen

Grönland. Drei neue Bergbauprojekte in Grönland erhielten 2025 eine Abbaulizenz: ein Anorthosit-Projekt südlich von Nuuk, ein Molybdän-Projekt in Ostgrönland und im Dezember noch ein Graphit-Projekt in Südgrönland. Das meldete die grönländische Regierung. Die Lizenz ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg zum Grubenstart. Alle diese Mineralien und Metalle gelten als wichtige Rohstoffe für neue Technologien. 

Grönlands Ministerin für Rohstoffe, Naaja Nathanielsen, und der CEO von Greenland Ressources Stefan Bernstein. Foto Emil Nørgaard Stach, Justin Case Productions

Hinter dem Graphit-Projekt nördlich von Nanortalik steht das in London registrierte Unternehmen GreenRoc Mining plc, die grönländische Tochterfirma heißt Greenland Graphite A/S. Geplant ist die Wiedereröffnung einer früheren Graphitmine, die von 1914-1922 schon einmal in Betrieb war. Die Örtlichkeit ist als ”Amitsoq” bekannt, im Rahmen der Lizenzerteilung erhielt sie den Namen „Piiaaffik Amitsoq“. Graphit ist ein möglicher Baustein beispielsweise für Batterien von Elektroautos. Greenland Graphite A/S betreibt auch noch zwei andere Projekte in Grönland.

Molybdän aus Ostgrönland

Ziemlich abseits gelegen ist das Molybdän-Projekt von Greenland Resources A/S in Piiaaffik Høstakken, auch ”Malmbjerg” genannt, in Ostgrönland. Die nächste Siedlung ist Ittoqqortoormiit 190 Kilometer weiter südöstlich. Allerdings ist der Flugplatz Mestervig in der Nähe. Molybdän wird für zahlreiche neue Technologien benötigt, als Beiprodukt soll außerdem Magnesium abgebaut werden. Nach den vorliegenden Bildern liegt das Vorkommen zwischen zwei Gletscherzungen, wo es im Tagebau über 20 Jahre lang abgebaut werden soll. Über ein seilbahngestütztes Förderband soll das Material 26 Kilometer hinunter an die Küste transportiert werden – aufgrund des Gefälles ist kein Antrieb nötig. 

Anorthosit aus Piiaaffik Itersarmiut Allit

Greenland Anorthosite Mining A/S erhielt seine Lizenz im Mai und will 130 Kilometer südlich von Nuuk das Mineral Anorthosit abbauen. Der Ort heißt Piiaaffik Itersarmiut Allit  und liegt nordöstlich von Qeqertarsuatsiaat. Anorthosit kann unter anderem zur Herstellung von Aluminium und Glasfaser verwendet werden. Zu den Investoren gehören die französische Jean Boulle Group sowie sowie staatliche Fonds aus Dänemark und Grönland.

Hoffnung auf Arbeitsplätze im Bergbau

Bisher ist der Bergbau in Grönland nicht so richtig in Schwung gekommen, aus mehreren Ursachen. Grönland erhofft  sich das – auch wegen der Arbeitsplätze.

Eine Abbaulizenz wird normalerweise für 30 Jahre erteilt und kann dann noch verlängert werden. Vor dem Betriebsstart müssen auch noch die Auswirkungen auf die Umwelt dargelegt und ein Betriebs- und Schließungsplan eingereicht werden. 

Überblick über laufende und gescheiterte Projekte;

Grönland: Grünes Licht für neues Bergbauprojekt

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