Finnland. 13 Bauwerke des finnischen Architekten Alvar Aalto sind nun UNESCO-Weltkulturerbe. Sie wurden bei der jüngsten Session der UNESCO in Busan, Korea, der Liste hinzugefügt. Aaltos Werke, so heißt es in der Beschreibung, „bringen eine menschenzentrierte, ortsspezifische und empathische Vision zum Ausdruck, die den Beitrag Finnlands zur modernen Architektur auszeichnet“. Darüber berichtete auch Yle.
Alvar Aalto (1898-1976) gilt als Pionier der finnischen Architektur und war ein prägender Vertreter des Modernismus, dessen Schaffen und Wirkung über Finnland hinausreichte. So steht ein Aalto-Hochaus in Bremen und eins in Luzern. Typisch ist dabei der Ansatz, mithilfe einer funktionellen Architektur das Alltagsleben zu erleichtern.
Die 13 für die UNESCO ausgewählten Werke sind in ihrer Funktion höchst unterschiedlich und verteilen sich auf sieben Standorte in Süd- und Mittelfinnland. Die UNESCO-Beschreibung verweist explizit auch auf Aaltos Kooperationspartner, die wichtigsten davon seine 1949 verstorbene Ehefrau Aino Marsio-Aalto und seine spätere Ehefrau Elissa Aalto.
Aalto Works
Folgende Gebäudekomplexe gehören zum Weltkulturerbe Aalto Works (nach Baujahr):
- Paimio-Sanatorium, 1929–33, Paimio
- The Aalto House, Wohnhaus und Studio, 1935–36, Helsinki
- Zellulosefabrik und Wohnsiedlung Sunila, 1936–38, 1947, 1951–54, Kotka
- Villa Mairea, 1938–39, Pori
- Rathaus Säynätsalo, 1949–52, Jyväskylä
- Universität Jyväskylä, Aalto Campus, 1951–71, Jyväskylä
- Rathaus und Kulturzentrum Seinäjoki, 1951–87, Seinäjoki
- Experimentalhaus Muuratsalo, 1952–54, Jyväskylä
- Haus der Kultur, 1952–58, Helsinki
- Hauptgebäude der finnischen Rentenkasse (KELA), 1953–57, Helsinki
- Studio Aalto, 1954–55, 1962–63, Helsinki
- Kirche der drei Kreuze (Kolmen Ristin kirkko), 1956–58, Imatra
- Finlandia-Halle, Konzert- und Kongressgebäude, 1962/1967–75, Helsinki
Mehr zu Alvar Aalto und den einzelnen Objekten auf der UNESCO-Liste bei der Alvar-Aalto-Foundation.
Frühere Artikel zur UNESCO-Liste:

