Färöer. Die neue Regierung der Färöer steht – und sie ist blockübergreifend. Neuer Premierminister ist wie erwartet der 29-jährige Beinir Johannesen von der konservativen Partei Fólkaflokkurin. Er ist der jüngste „Løgman“ in der Geschichte der Färöer. Regierungspartner sind die sozialliberale Sambandsflokkurin und die sozialdemokratische Javnaðarflokkurin. “ Die Blockpolitik ist Geschichte“, sagte Beinir Johannesen.
Die neue blockübergreifende Regierung steht nur zwei Wochen nach der Wahl und hat eine breite Mehrheit mit 24 von 33 Mandaten. Das gemeinsame Programm heißt „Ábyrgd, støðufesti og breiðar semjur“, ungefähr: „Verantwortung, Stabilität und breite Vereinbarungen“. Aksel Johannesen, Vorsitzender von Javnaðarflokkurin, sagte gegenüber den Medien, es wäre für seine Partei leichter gewesen, in die Opposition zu gehen. Aber die Färöer bräuchten eine breite Regierung und breite Vereinbarungen. Rein rechnerisch hätte der neue Regierungschef Beinir Johannesen auch eine knappe Mehrheit unter den konservativen Parteien sammeln können. Aksel Johannesen ist übrigens sein Onkel.
Vielfältige Ziele
Zu den bisher genannten politischen Zielen der neuen Regierung zählen unter anderem
- verstärkte Familienförderung angesichts der sinkenden Geburtenraten
- keine Steuererhöhungen
- Mehr Wachstum und ein Einsatz für eine resiliente färöische Wirtschaft angesichts der internationalen Herausforderungen
- maßvolle, nachhaltige Entwicklung des Tourismus
- mehr Selbstständigkeit auch in internationalem Zusammenhang, zum Beispiel eine Mitgliedschaft bei der EFTA. Dies ist in der bisherigen Konstruktion des Ländergemeinschaft im Königreich Dänemark nicht vorgesehen und muss mit Dänemark verhandelt werden.
Zum Wahlergebnis:
Färöer werden wieder konservativ

