Kabelvåg/Lofoten (Norwegen). Wer Norwegen verstehen will, kommt am Fisch nicht vorbei. Vor allem nicht am wandernden Kabeljau, der im Frühjahr zum Laichen an die Lofoten-Küste kommt, Skrei genannt wird und über Jahrhunderte ein anstrengendes, aber lukratives Geschäft war. Alles, was man darüber wissen muss, kann man ab morgen auch direkt vor Ort im neuen Museum in Storvågan/Kabelvåg lernen, das einfach SKREI heißt.
Der Neubau heißt Otolitten, nach dem Gleichgewichtsorgan, das (nicht nur) für Fische so wichtig ist, und hat wie ebendieses eine vieleckige Form. Hier wird es nun auf 5000 Quadratmetern feste und wechselnde Ausstellungen geben, auf moderne Weise präsentiert, Magazine sowie ein Café. Otolitten sitzt dabei im Zentrum zwischen dem bekannten Lofotenmuseum im historischen Væreiergården, dem Lofotenaquarium und der Galerie Espolin. Gemeinsam bilden sie nun das SKREI-Museum.
Wie der Skrei die norwegische Küstenkultur prägte
Auch das Lofotenmuseum widmete sich schon dem Thema Lofotenfischerei, war räumlich allerdings beschränkt. Seine Stärke sind die historischen Gebäude, die originale Einrichtung und Bootsausrüstung. Der Neubau soll künftig noch mehr Wissen über Norwegens wichtigsten Fisch vermitteln und wie er die Küstenkultur prägte. Dabei wird auch mehr Platz sein für die biologischen und ökologischen Aspekte. Wer dann echten Kabeljau sehen will, kann sich ins Aquarium begeben.
Offen ab 30. Juni – Feier erst im September
Die große offizielle SKREI-Einweihungsfeier ist erst am 19. September geplant. Das Museum wird jedoch bereits am 30. Juni die Türen öffnen und kann bis Ende Oktober täglich von 10-18 Uhr besucht werden. Mehr Infos dazu auf der Museums-Website.
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