Färöer werden wieder konservativ

Färöer. Die Färinger haben wieder den Wechsel gewählt. Nach dreieinhalb Jahren Mitte-Links-Regierung haben diesmal die konservativen Parteien eine Mehrheit. Die Partei Fólkaflokkurin gewann ganze 7,8 Prozent dazu. Die sozialdemokratische Partei Javnaðarflokkurin verlor 7,7 Prozent. Darüber berichteten KVF und DR.

Flagge Færøer

Merkið, die Flagge der Färöer. Foto Arne List , CC BY-SA 2.0

Anders als in Dänemark ist das Wahlergebnis relativ eindeutig. Die beiden Parteien Fólkaflokkurin (26,7%), konservativ, und Sambandsflokkurin (21,5%), sozialliberal, eher konservativ, haben schon früher gemeinsam regiert. Sie brauchen allerdings noch einen Partner, um eine Mehrheit zu haben. Während Fólkaflokkurin sich für eine Ablösung von Dänemark einsetzt, ist Sambandsflokkurin für einen Verbleib in der Union mit Dänemark.

Hohe Wahlbeteiligung

Die alte Regierung war an der Abstimmung um den Suðuroy-Tunnel zerbrochen. Wie KVF bemerkt, war die Wahlbeteiligung aus Tvøroyri auf Suðuroy besonders hoch: 91,8 Prozent der Wahlberechtigten stimmten dort ab, was so interpretiert wird, dass die Inselbewohner sicherstellen wollen, dass der Tunnel auch wirklich kommt. Mit 89,5 Prozent war die Wahlbeteiligung aber auch insgesamt hoch.

Junge Gesichter im Parlament

KVF notiert noch eine weitere Besonderheit: die 20-jährige Bjørg Brynhildardóttir Egholm ist die bisher jüngste Abgeordnete auf den Färöer. Und vermutlich sind es gerade die Jungen, die ihre Hoffnung auf sie setzen: Sie erhielt die meisten persönlichen Stimmen (972) in ihrer Partei, der linken Tjóðveldi, und gehört zu den Top 5 landesweit. Die meisten persönlichen Stimmen insgesamt (1.677) erhielt der auch erst 29-jährige Beinir Johannesen von der konservativen Fólkaflokkurin, der auch neuer Regierungschef werden dürfte.

Wie zwei Parteien sich abwechseln

Nicht zum ersten Mal entsprechen die Verluste von Javnaðarflokkurin den Gewinnen von Fólkaflokkurin: Seit 2010, so listet KVF auf, tauschen die beiden bei jeder Wahl die Plätze – mal hat die eine, mal die andere die Nase vorn. 

Siehe auch:

Woche der Entscheidung für Dänemark, Färöer und Grönland

Überblick über das Ergebnis laut KVF:

 

 

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