Schweden: Zwei Offshore-Windparks genehmigt – auf Eis gelegt

Schweden. 13 Offshore-Windkraftparks warteten auf eine Genehmigung der schwedischen Regierung. Nur zwei bekamen sie, die anderen wurden hauptsächlich mit Hinweis auf die Bedürfnisse des Militärs abgelehnt. Allerdings sehen die erfolgreichen Antragsteller unter den aktuellen Voraussetzungen keine Chance auf Baubeginn. Besser sieht es aus für das landbasierte Projekt Hästliden vor Piteå, das nun in der vom Eigentümer Statkraft gewünschten Form entstehen darf. Darüber berichtete auch SVT.

Windkraftanlagen am Horizont

Blick auf Markbygden vom Berg Kalahatten aus

Die beiden Offshore-Windparks, die entstehen dürfen, sind Fyrskeppet Offshore vor Söderhamn von Skyborn Renewables und Vidar im Skagerrak von Mehrheitseigner Vattenfall. Vattenfall begrüßte die Genehmigung, „aktuell fehlen jedoch die Voraussetzungen für Investitionen in Offshore-Windkraft“, zitiert SVT Vattenfall. Vattenfall hatte schon früher die Genehmigung für den Windkraftpark Kriegers Flak erhalten, doch auch die Umsetzung dieses Projekts  ausgesetzt. Geplant wurden diese Windparks zu einer Zeit, als der schwedische Staat noch die Kabel für den Anschluss ans Land subventionieren wollte. Diese Praxis hat die aktuelle Regierung jedoch gestoppt. Von Skyborn Renewables wird berichtet, das Unternehmen wünsche staatliche Unterstützung, wie es sie für die Atomkraft gebe. Das lehnt die aktuelle schwedische Regierung jedoch ab. Hintergrund: Der Bau neuer Atomkraftwerke soll nach dem Wunsch der aktuellen Regierung massiv bezuschusst werden und die Betreiber sollen sich dank eines Festpreises refinanzieren können. 

Windpark Markbygden könnte weiter wachsen

Das landbasierte Projekt Hästliden ist ein Teil des riesigen Windparks Markbygden vor Piteå. Bisher stehen dort schon mehr als 600 Anlagen. Ursprünglich sollten es 1100 werden. Heute kann man allerdings mit weniger, aber größeren Anlagen genausoviel Strom erzeugen. Die norwegische Statkraft hatte Hästliden 2023 erworben und besaß eine Genehmigung für 105 Anlagen von 200 Metern Höhe. Statkraft wollte stattdessen nur 85 Anlagen bauen, die aber 300 Meter hoch sein würden. Dagegen hatte sich zuerst das Militär gesträubt – nun bekam Statkraft die Genehmigung doch. Wie das norwegische Unternehmen mitteilt, werde man nun die Auflagen prüfen und die Realisierbarkeit beurteilen.

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