Nordpol. Das norwegische Forschungsschiff „Kronprins Haakon“ war gerade am Nordpol. Der Weg dorthin war einfacher als erwartet, berichtet Expeditionsleiter Paul Todd: „Wir konnten meistens durch offenes Wasser um die Eisschollen herumfahren“. Eisbrechen sei kaum nötig gewesen. Deshalb war das Schiff auch vier Tage schneller am Nordpol als eigentlich geplant. Das meldete das Norwegische Polarinstitut.
Die „Kronprins Haakon“ ist seit dem unterwegs im Rahmen des großen norwegischen Forschungsprogramms „Polhavet 2050“, das über zehn Jahre laufen soll. Ziel ist es, den Ist-Zustand und die Veränderungen im Arktischen Ozean (Polhavet) zu dokumentieren. Dazu werden Messsysteme ausgesetzt, die autonom das ganze Jahr über Daten aufzeichnen. Dieses Jahr müssen auch die Messbojen geborgen werden, die 2024 ausgesetzt wurden.
Unterwegs untersuchten Forscher auch das Eis, zum Beispiel auf Zooplankton und Phytoplankton. Daran könne man sehen, wie sich die Nahrungsketten bei höheren Temperaturen entwickeln.
Auch die Beobachtung der Polarregion über Satellitenbilder lässt den Schluss zu, dass die Eisdecke über dem Polarmeer sehr dünn ist. Das sommerliche Meereis-Mininum ist normalerweise erst im September.
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