Großfeuer vernichtet ein Fünftel von Finnlands Pflanzkartoffeln

Tyrnäva (Finnland). 4,2 Millionen Kilogramm Kartoffeln verbrannten in der Nacht zu Freitag in einem Lagerkomplex in Tyrnäva, südlich von Oulu. Ein Großteil davon waren qualitativ hochwertige Pflanzkartoffeln, etwa ein Fünftel der finnischen Produktion. Menschen kamen nicht zu Schaden. Die Ursache ist noch nicht bekannt. Darüber berichtete Yle (finnisch, schwedisch).

Das Großfeuer bei Tyrnävä vernichtete ein Fünftel von Finnlands Pflanzkartoffeln. Karte sel/openstreetmap

Eine unbeteiligte Person bemerkte das Feuer und alarmierte die Feuerwehr gegen zwei Uhr nachts. Doch als der erste Wagen eintraf, sei das Feuer bereits so groß gewesen, dass es nicht mehr gelöscht werden konnte, so der Einsatzleiter der Feuerwehr zu Yle. Alle vier Hallen, insgesamt 4000 Quadratmeter, brannten komplett nieder. Auch die dicht gelagerten Kartoffeln erwiesen sich als Herausforderung. Das Feuer werde erst ausgehen, wenn die Kartoffeln herausgeholt werden könnten, so der Einsatzleiter. Um die Umgebung zu warnen, wurde erstmals das neue System FI Alert genutzt, das Meldungen an Mobiltelefone in der Umgebung schickt. 

Der Verlust an Pflanzkartoffeln ist so umfassend, dass es gestern auch eine Besprechung im Ministerium für Landwirtschft und Forst dazu gab, um sicherzustellen, dass es genug Pflanzkartoffeln für die kommenden Jahre gibt. 

Tyrnävä ist „High Grade“-Region der EU für Pflanzkartoffeln

Tyrnävä ist nicht irgendein Kartoffelanbaugebiet: Tyrnävä und das benachbarte Liminka bilden eine von vier Regionen, die innerhalb der EU als „High Grade“ klassifiziert werden, als besonders hochwertig für den Pflanzkartoffelanbau. Wichtig dabei ist, dass dort bestimmte Kartoffelkrankheiten und Schädlinge nicht vorkommen, sie werden besonders streng überwacht. Auch in Mecklenburg-Vorpommern gibt es solche „High Grade“- Schutzgebiete, weitere in Irland und auf den Azoren (Portugal).  

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