Färöer: Neue Kampagne für „rücksichtvollen Tourismus“

Färöer. Einfach bei fremden Leuten ins Fenster gucken? Würde man an seinem Heimatort nicht machen. Immer genau dahin gehen, wo alle anderen sind? Nicht das Rezept für einen entspannten Urlaub. Drohne am Flughafen steigen lassen? Ernsthaft? Visit Faroe Islands hat eine neue Video-Serie veröffentlicht, die natürlich Werbung für die Inselgruppe macht, aber aus einem neuen Winkel: „Please visit responsibly“.

Screenshot aus der Video-Kampagne Please Visit Responsibly. Quelle Visit Faroe Islands

Die Aufforderung zur Rücksicht umfasst eine ganze Reihe von Aspekten, über die Inselbewohner klagen – vom Fremde-Grundstücke-Betreten und Ins-Fenster-Gucken über Über-Weiden-Latschen und Schafsgatter-offen-Lassen bis Drohnenflug. In den Clips steht meist eine (echte) Person im Vordergrund, die ihr Thema individuell präsentiert. Damit appelliert Visit Faroe Islands an die Touristen, die Inselgruppe als das Zuhause von Menschen wahrzunehmen, und nicht nur als Instagram-Kulisse. Die Tourismusorganisation hat ihrerseits auch um die Akzeptanz des Tourismus bei der Lokalbevölkerung zu kämpfen.

Die Clips:

„Fuckit-List“ statt „Bucket-List“

Die Aufforderung zur „Fuckit-List“ statt „Bucket-List“ – aus dem Mund des färöischen Künstlers Trygvi Danielsen – verfolgt wiederum die Idee, Hot Spots zu entzerren ( wie auch schon in einer früheren Kampagne) und die Entspannung zum eigentlichen Ziel eines Färöer-Urlaubs zu machen. Oder zumindest diese Tipps zu beherzigen: „Stopf nicht alles in einen Tag. Gerate nicht in Panik über ein verpasstes Bild.“

Welche Regeln gelten wo beim Wandern?

Um Konflikte zu vermeiden, ist es außerdem nützlich, vorab zu wissen, für welche Wanderpfade man auf den Färöern Gebühren zahlen muss und für welche Gebiete ein Guide Pflicht ist. Einen Überblick darüber gibt es auf dieser Seite.

Artikel über eine frühere Kampagne von Visit Faroe Islands:

Neue Färöer-Kampagne: Überraschungsroute statt Hot Spots

Ein allgemeines Video zur Kampagne:

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