Levi/Ruka (Finnland). Vielleicht ist der Blick aus dem Fenster gerade noch nicht wirklich winterlich – aber in Levi und Ruka hat schon mal die Skisaison begonnen. Für die ersten Pisten und Loipen wird gelagerter Schnee aus der vergangenen Saison genutzt. Darüber berichtete Yle.
Zwar lagen die Temperaturen am vergangenen Wochenende in Ruka um die 8 °C, in Levi sogar um die 10°C. Bisher ist auch kein Zentimeter Neuschnee gefallen. Trotzdem öffneten die Anlagen am Wochenende und ermöglichten den Skifans die ersten Touren. Möglich macht dies der über Sommer gelagerte Schnee – eine vergleichsweise energiesparende Technik, die die Skiorte zunehmend optimiert haben. In Levi hat dies für drei Pisten und eine Langlaufloipe gereicht.
Schnee lagern braucht weniger Energie als Schneekanonen
Levi begann mit der Schneelagerung vor zehn Jahren – um sicherzustellen, dass genug für ein Weltcup-Rennen vorhanden war. Seitdem wurde mit verschiedenen Textilien experimentiert, um herauszufinden, welche das kostbare Weiß am besten isolieren. Der gelagerte Schnee hat den Vorteil, dass er im Herbst „schon da“ ist ist und nur noch verteilt werden musst, auch wenn naturgemäß ein Teil über Sommer schmilzt. Das Schneelager blockiert zwar die Bodenfläche auf absehbare Zeit, spart aber Energiekosten. Benötigt Schneekanonen dagegen brauchen viel Strom und Wasser, ist es zu warm, ist es unmöglich. Deshalb kommen diese erst später im Winter zu Einsatz.
Für die Skiorte ist es von Vorteil, schon früh Skimöglichkeiten anbieten zu können – auch wenn der Winterbeginn aufgrund des Klimawandels unzuverlässig geworden ist.
Im vergangenen Sommer versuchte Levi, auch Sommertouristen nach Finnisch Lappland zu locken:
